Donnerstag, 8. September 2016

Ernährung & Unverträglichkeiten - Was kann man noch essen?



Hallo und herzlich Willkommen zu einem Thema das immer aktueller zu werden scheint. Es geht um einige Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Dabei geht es darum das bestimmte Lebensmittel Beschwerden hervorrufen, die man so nach dem Essen nicht haben möchte. Es geht dabei nicht um Allergien auf bestimmte Lebensmittel, das ist ein anderes Thema. 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten 


Bei mir besteht eine Unverträglichkeit auf Getreide und Laktose. Ich vermute außerdem eine Histaminintoleranz, denn viele Symptome, wie Heiserkeit oder leichten Schwindel nach manchen Mahlzeiten, habe ich ebenfalls. Werde das jetzt nach dem Sommer genauer beobachten. Im Sommer war ich sowieso etwas schlampig beim essen, es wird also Zeit da wieder etwas sorgsamer zu sein. 
Leider ist es so das mit dem Älter werden immer neue Lebensmittel dazukommen können die man nicht gut verträgt. Insgesamt kann man so ziemlich auf alles eine Unverträglichkeit entwickeln, auch auf Nahrungsmittel die man schon seit über 40 Jahren verträgt und isst. 
Es passiert sehr häufig das man die ersten Unverträglichkeiten erst ab ca. 40-45 Jahren entwickelt. 
Wer sein Leben lang z.B. Milch trinken konnte, ist vor einer Laktoseintoleranz ab einem gewissen Alter nicht gefeit. Das gilt auch für Fructose, verschiedene Getreidesorten und Histaminintoleranz. Das macht es natürlich schwer Unverträglichkeiten zu erkennen. 

Um herauszufinden was es ist, auf das man mit körperlichen Beschwerden reagiert, ist es am besten man testet eines nach dem anderen aus. 
Getreide und Käse/Laktose getrennt. Denn wenn man Nudelauflauf mit Käse überbacken isst, weiß man danach wieder nicht ob die unangenehmen Symptome von den Nudeln oder vom Käse kommen. Wenn man Brot nicht gut verträgt, kann man noch austesten ob es alle Getreidesorten sind oder vielleicht nur Weizen. Weil dann könnte man weiterhin Roggenbrot und dergleichen essen. 

Das klingt anfangs alles kompliziert. Es ist aber wirklich kein Weltuntergang wenn man lernen muß mit einer, oder mehreren, Nahrungsmittelunverträglichkeiten zurechtzukommen. Es ist einfach nur eine Zeit der Umstellung, und dann wird auch diese Art der Ernährung zur Gewohnheit. Ich gehe ganz normal einkaufen wie andere auch. Und wer meinen Blog kennt sieht, das man auch mit Unverträglichkeiten abwechslungsreich essen kann. 
Ich persönlich habe mein sehr spezielles Essen lieben gelernt. Durch die Unverträglichkeiten bin ich beim Einkaufen achtsamer geworden. Da diätische Lebensmittel teurer sind, kaufe ich nie zu viel ein. Ich schmeiße nie! Lebensmittel weg. Mir wird nichts kaputt, schon seit Jahren nicht, ich verbrauche genau das, was ich auch nach Hause trage. 

Der Trend zu gesundem und abwechslungsreichem Essen


Die Kehrtwendung der Essgewohnheiten vieler, von Fertiggerichten zu selbst gekocht mit guten Zutaten, ist seit einiger Zeit voll im Gange. Food Blogs boomen, auch bei Instagram und fb haben diese Accounts viel Zuspruch. Das ist auch für uns Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten gut. Rezepte gibt es nun in Hülle und Fülle. Außerdem wird wieder abwechslungsreich Brot gebacken, es gibt Nudeln aus verschiedenen Mehlen und laktosefrei steht schon auf ganz vielen Molkereiprodukten. 

Mir ist bewußt das dieser Beitrag heute ein wirkliches Nischenthema behandelt, ich selbst kenne in meinem größeren Umfeld niemanden der beim Essen so acht geben muss wie ich. Aber ich weiß auch, das jeden einzelnen Tag, ganz viele Menschen mit einer plötzlichen Unverträglichkeit konfrontiert werden, die dann momentan alles Gewohnte umschmeißt. Die Zahlen sind steigend. Und die Frage, was darf ich eigentlich noch essen, stellt sich für viele Menschen immer öfter.

Reisnudeln mit Ingwer, Sesamöl und Petersilie 


Zum Thema passend, möchte ich noch ein ganz einfaches Rezept zeigen, das nur aus wenigen Zutaten besteht. Wenige Zutaten zu verwenden ist bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten immer von Vorteil. Die Basis sind Reisnudeln, ich mag die gerne weil sie sehr gut verträglich sind und auch schon in kleineren Mengen mehr sättigen als andere Nudeln. (was auch beim Thema, das aktuelle Körper-Gewicht zu halten, von Vorteil ist)
Die Soße dazu besteht aus Kokosmilch, Ingwer, getrockneten Limettenblättern, Sesamöl, Salz und rosa Pfeffer.

Zutaten Reisnudeln mit Ingwer (1 Person) 

150g Reisnudeln
1 großes Stück Ingwer kleingeschnitten
1EL Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
400ml Kokosmilch
2 Limettenenblätter getr.
Schnittlauch, Petersilie
Salz, rosa Pfeffer
einige Tropfen Sesamöl


Das Öl in einem Wok oder einer Pfanne heiß machen, die Ingwerstücke kurz anbraten.

Mit Kokosmilch aufgießen, Limettenenblätter dazugeben, 10min. köcheln lassen. 

In der Zwischenzeit die Reisnudeln nach Packungsanweisung zubereiten, Petersilie und Schnittlauch kleinschneiden. 

Kokos-Ingwersoße mit Salz und rosa Pfeffer abschmecken.


Die Reisnudeln mit Ingwersoße, Kräutern und einigen Tropfen Sesamöl genießen. 

Das Gericht sieht sehr einfach aus, aber es schmeckt wirklich gut und sättigt ganz toll, auch wenn man gerade eine Zeit durchmacht, wo nur kleinere Mengen verträglich sind :)

Falls ihr hier noch mehr Rezepte anschauen mögt, ganz oben in der Leiste auf Food klicken oder immer unterhalb der jeweiligen Rezepte auf glutenfrei und dergleichen.




Es grüßt wie immer lieb, 
LoveT.

Kommentare:

  1. It looks delicious and very nice:)
    Have a nice day!
    kisses

    http://irreplaceable-fashion.blogspot.com

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  2. Früher gab es nur sehr wenige Unverträglichkeiten. Ich denke ja, dass das alles mit den Umweltbelastungen zusammenhängt, den teils wirklich bedenklichen Zusammensetzungen unserer Lebensmittel, worauf man immer mehr achten muss, wenn man alles halbwegs richtig machen möchte. Ich bin seit vielen Jahren Pollen- und Tierhaarallergiker. Bei Pollen weiß man, dass es früher oder später zu Kreuzallergien kommen kann. Davor hatte ich immer bissel "Angst. Vor 2-3 Jahren fing es auch prompt an, erst Haselnüsse, letztes Jahr Walnüsse und Aprikosen und in diesem Jahr hatte ich sogar eine richtig heftige Vorstufe eines allergischen Schocks von einer Nektarine. Neuerdings gucke ich immer auf die Uhr, wenn ich Früchte esse, die ich lange nicht gegessen habe oder unsicher bin, damit ich noch schnell zum Arzt komme, falls etwas sein sollte (wohnt direkt um die Ecke)..schön ist das nicht, aber Du bist ja um Deine Unverträglichkeiten auch nicht zu beneiden, man lernt damit zu leben und toll, dass es Dir gut gelingt. Ich kann auf meine allergischen Lebensmittel ganz gut verzichten, aber wenn noch mehr dazu kommt (es gibt so Listen, welche Pollen welchen Lebensmitteln zugeschrieben werden), dann gute Nacht..das würde mich hart treffen. Danke mal wieder für diesen informativen Beitrag! Reisnudeln mag ich nicht so gerne, aber Dein Rezept klingt trotzdem lecker :) Hab einen schönen Tag und liebe Grüße an Dich <3

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  3. Mit Allergien muss und soll man allerdings sorgsam umgehen, du machst das schon richtig. Weil Allergien um einiges akuter auftreten als Unverträglichkeiten. Es ist beides nicht einfach, vor allem beim auswärts essen. Da hatte ich anfangs erhebliche Probleme, jetzt nehme ich mir etwas mit, wenn ich länger unterwegs bin. Das mit den Pollen habe ich auch, heuer teils wieder heftig. Mir kommt auch vor, das immer mehr Menschen an Allergien und Unverträglichkeiten leiden. Vor allem auch immer mehr Kinder. Der Weg zurück zu natürlichen Lebensmitteln ist gut. Kenne so viele Menschen die jetzt wieder anfangen Marmeladen einzukochen, Gemüse selbst einzulegen, es ist toll :)

    Danke für deinen Kommentar <3 Liebe Grüße zu dir!

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    1. Ja, der Trend geht eindeutig da hin. Ich nehme mittlerweile auch lieber etwas mehr Arbeit in Kauf und kaufe alles so naturbelassen wie möglich oder wie neulich erwähnt, backe ich jetzt lieber mal wieder ein Brot oder mache mir auch Aufstriche etc. selbst, da weiß man dann, was drin ist. Mir ist wichtiger, dass ich gute Inhaltsstoffe habe als mal einen Löffel Fett zu viel, früher war es mir egal, Hauptsache, es war kalorien- und fettarm. Man lernt ja, ne :)

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  4. hhhmmm - deine reisnudeln sehen lecker aus! muss direkt mal die vorräte auffüllen - die sind eine gute abwechslung!

    weil - "unverträglichkeiten" halten sich hier in grenzen. nachdem ich vor 15 jahren die gewöhnliche kuhmilch weggelassen habe - wie soll ich auch ohne lab im magen das kuhmilcheiweiss verdauen.....und dabei habe ich festgestellt dass ich gar keine milch trinken muss - ist völlig unnötig. hin&wieder milchkaffee mit ziegenmilch ist quasi schon ein fest :-)
    mittlerweile esse ich aber alle käse wieder - allerdings "richtigen" käse bei dem die bakterien während der reifung das milcheiweiss schon mal vorverdaut haben - nicht diesen spritzguss aus dem untersten fach vom kühlregal.
    und damit bin ich schon bei des pudels kern - ich bin mir nämlich ziemlich sicher dass diese ganze unverträglichkeit, die die leute neuerdings befällt, der industriellen herstellung der lebensmittel geschuldet ist. wenn ein gedärm sein halbes leben lang mit raffinierten fetten, zuviel zucker, zuckeraustauschstoffen, künstlichen aromen und farben und zuwenig ballaststoffen traktiert wird - nun - da würde ich auch streiken.
    bei brot kaufe ich am liebsten das "böse" weizenweissbrot - DAS schaffen die bäcker nämlich richtig durchzubacken - im gegensatz zu den glitschigen, ungaren vollkornbroten die bauchgrimmen verursachen.........
    oder ich backe eben gleich selbst.

    du machst das richtig - natürliche lebensmittel - frisch gekocht und gebacken!
    xxxxxx

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    1. Danke für deinen klugen Kommentar! Ganz dick unterstreiche ich noch den Mittelteil, ich war vor ca. 20 Jahren nämlich genau so, habe mir billige "Kuchen" aus dem Supermarkt reingestopft und ähnlichen Kram mit "was weiß ich was drin", ich wußte es tatsächlich nicht. Und das alles im Vorbeirennen, in Eile. Bis ich nach einem Stück Brot fast schon immer eingeschlafen bin, weil mein Körper das nicht mehr verarbeiten konnte. Das kann man aber wieder umkehren, meine Bauchkrämpfe sind Geschichte, und ich fühle mich nach dem Essen gut. Gute Nahrung stärkt :)
      Sonnengrüße zu dir <3

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  5. Gefühlt ist es so, dass sehr viele "irgendeine Unverträglichkeit" haben und bestimmte Nahrungsmittel meiden, was da aber wirklich hintersteckt, ist die andere Frage. Ich stelle mir das gar nicht so einfach vor, wenn man wirklich an einer Lebensmittelallergie/Histaminintoleranz oder was auch immer leidet, aber wie du schreibst: man gewöhnt sich wahrscheinlich dran. Zwangsläufig. Ich habe um den 40sten rum gemerkt, dass mir Milch nicht mehr bekommt. Mir war einfach übel danach und von anderen Begleiterscheinungen rede ich jetzt nicht. *g* Aber ein Leben ohne Milch ist ja durchaus möglich. Und ich find's klasse, dass ich bei dir so viele gesunde und doch abwechslungsreiche Rezepte finde! Dass ich jetzt beim Kochen wieder mehr experimentiere, kannst du dir auf die Fahnen schreiben! <3

    Lieben Gruß!

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    1. Oh, echt? Wow, das freut mich Anna! Ich selbst koche ja auch erst seit einigen Jahren so intensiv und ziemlich gesund. :)
      Es ist wirklich erstaunlich das die meisten so um die 40 mit einer Unverträglichkeit konfrontiert werden. Denkt da unser Körper es wäre so ganz ohne langweilig? :D
      Liebste Grüße zu dir!

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  6. That looks amazing!

    kisses
    http://shinkusara.blogspot.nl/

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  7. Such a great idea love it :)

    http://shizasblog.blogspot.com/

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  8. Vielen Dank für diesen interessanten Blogpost. Ich wollte mich auch mal genauer mit dem Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten beschäftigen. Ganz sicher bin ich mir zwar noch nicht, aber ich glaube, dass sich bei mir da auch was entwickelt. Angeblich soll man ja mit Hashimoto (einer Schilddrüsen-Autoimmunkrankheit, die ich habe) sowieso dazu neigen. Deine tollen Bilder und schönen Rezepte gefallen mir aber sehr und lassen das Thema dann gar nicht mehr so schlimm aussehen.

    Liebe Grüße
    Anja

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  9. Hallo meine Liebe,
    Ich habe eine ähnliche Meinung wie Beate. Lebensmittel werden immer mehr gesüßt, verändert, "angereichert". Und damit werden wir mit immer mehr Dingen bombardiert, die gar nicht sein müssten und wahrscheinlich auch nicht sonderlich gesund sind. Die Rückkehr vieler zum wieder selber kochen finde ich einen tollen Trend und ich mache es, wann immer es möglich ist.
    Zum Glück bin ich (bisher) nicht betroffen von Unverträglichkeiten, verzichte aber auch gerne in Zukunft und hoffe, dass es mir erspart bleibt.
    Liebe Grüße vom See
    Andrea

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  10. Es gibt bei mir nur noch selten Fertiggerichte wie Pizza & co. Ab und zu brauche ich das mal. Bisher habe ich bei mir keine Unverträglichkeiten festgestellt. Nur das Essen beim Chinesen mit viel Glutamat bekommt mir nicht ganz so gut. Daher ist der Besuch in so einem Restaurant nicht häufig geplant.

    Ich habe einmal auf einen Haselnuss-Riegel allergisch reagiert, so dass ich Kortison nehmen musste. Daher meide ich jetzt Haselnüsse.

    Liebe Grüße Sabine

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  11. Ich schließe mich Andrea an. Ich habe zum Glück auch keine Unverträglichkeit. Rudi hat Probleme mit Milch, rohen Nüssen und manchen Obstsorten.
    Ich versuche so oft es geht frisch und abwechslungsreich zu kochen und zu essen.
    LG Sunny

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  12. I don't think I've ever tried those nudles (everyone around me is very picky when it comes to exotic food), but what you made defenitly sounds great!

    xx

    d'star

    *d'star*

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  13. That looks yum!

    Lauren,
    http://www.atouchofsoutherngrace.com

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